Teamevent der ersten Mannschaft


Eigentlich sollte es ja eine Überraschung werden, doch die meisten von uns munkelten im Vorfeld bereits, dass wir gemeinsam während eines Teamevents eine uns unbekannte Sportart aus dem Emmental begegnen wird, nämlich «Platzgä». Na gut, «unbekannt» ist vielleicht ein wenig übertrieben – doch beginnen wir mal beim Anfang: Gemeinsam versammelten wir uns beim Platzger-Verein in Boll. Wir waren gespannt – einige von uns wussten sogar, was «platzgä» ist. Aber viele von uns hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde.

Renato Galiffa erklärte uns kurzerhand, wie das Spiel gespielt wird und zeigte uns die Technik, die angewendet werden sollte: Jeder Spieler wirft einen Metall-Stern „Platzge“ 6-mal hintereinander aus 17 Metern Entfernung auf eine Zielscheibe aus Lehm. Im Zentrum der Lehm-Zielscheibe befindet sich eine Metallstange – also ähnlich wie beim uns bekannten Hufeisenwerfen. Die kreisrunde Lehmscheibe ist so zu treffen, dass der Platzge im Lehm stecken bleibt, und zwar so nahe wie möglich am Metallstab. Für jeden Zentimeter Abstand zwischen Platzge und Metallstab wird 1 Punkt von den maximal erreichbaren 100 Punkten abgezogen. Geworfen wird gewöhnlich von unten nach oben, also ähnlich wie eine Bowlingkugel, wobei der Platzge anders als die Bowlingkugel durch die Luft, idealerweise 17 Meter, auf die Zielscheibe fliegt.
Für uns als Laien war die grösste Herausforderung überhaupt diese Lehm-Zielscheibe zu treffen. Was in der Einführung als logisch und nachvollziehbar galt, war für viele plötzlich nicht mehr so einfach. Einige waren definitiv talentierter als andere. Bei einigen Kollegen mussten wir uns regelmässig in Sicherheit bringen, um nicht von einem tödlichen Kopfüber-Dionys-Ninja-Wurf getroffen zu werden. Neal Linder hingegen beherrschte den Platzgen in seiner Hand bald besser als den Ball am Fuss. Der Spassfaktor war jedoch bei allen gleich hoch.

Einige Spieler wollten nach dem offiziellen Wettkampf gar nicht mehr aufhören zu spielen und duellierten sich in Privatwettkämpfen. Jedoch nur so lange bis das Wetter es nicht mehr zulassen wollte. Die gute Laune liessen wir uns vom Unwetter nicht verderben, denn zum Abschluss des Events gab es ein gemütliches Grillmenü & Bier in der Clubhütte des Platzgervereins Boll.

Dieser Team-Event hat sicherlich unsere Moral noch verstärkt und wir hoffen und sind überzeugt, dass wir dies auf unserem vertrautem Fussballfeld wiedergeben können.

Im Namen des Teams danken wir Stefan Frautschi und vor allem Renato Galiffa, die den Event organisiert und ermöglicht haben. Weiter bedanken wir und herzlich beim Verein und deren Mitglieder Roger Rosano und Walter Bärtschi die sich für uns Zeit genommen haben und uns taktisch und technisch beim Platzgen weiterbrachten oder dies zumindest mit viel Effort versuchten.

Jegerlehner Patrick
Kramer Nicolas

Einblicke in den Teamevent der ersten Mannschaft des SC Worb
















Veröffentlicht am:
12:57:00 12.09.2017 von sportclubworb

Letzte Aktualisierung
14:01:23 12.09.2017